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Die Geschichte und Kultur von Alta Badia

Die vier Täler rund um den Sellastock in den Dolomiten sind die Heimat der Ladiner. Das Gadertal ist eines dieser Täler. Man bezeichnet es auch als Perle der Dolomiten und Wiege der Geschichte, Kultur und Sprache Ladiniens. Auch im Alltag herrscht hier noch ein starker Bezug zu den alten Traditionen.

In der Mittelsteinzeit gab es noch keine festen Siedlungen im Gadertal und es war nur von wilden Tieren bewohnt. Dies belegt die Entdeckung des „Ursus Spelaeus" in einer Höhle in den Conturines. Diese Bärenart starb während der letzten Eiszeit aus. In der Bronzezeit wurde das Tal von den Kelten besiedelt. Sie führten den Anbau von Hirse und Hafer ein und begannen mit der Weiterverarbeitung von Milch zu Käse oder anderen Produkten.

Politische Ordnung brachte erst die römische Herrschaft. Nun vermischte sich die Sprache der Kelten mit Latein und die Ladinische Sprache entstand, welche bis heute überlebt hat.
Im Jahr 1027 wurde das Bischofsfürstentum von Brixen wurde gegründet. Dem Brixner Bischof wurde die linke Talseite der Gader zugesprochen, die rechte erhielt die Pustertaler Grafschaft. In dieser Zeit wurde der Name "Badia" geprägt, der von "Ciastelbadia" (Sonnenburg) stammt, ein Benediktinerinnenkloster bei St. Lorenzen im Pustertal.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Gadertal 1919 an das Trentino, also an Italien annektiert. Somit begann ein Italienisierungsprozess, der aber an der Ladinischen Welt so gut wie spurenlos vorüberging.

Der berühmte Bergführer Franz Kostner erkannte das touristische Potential des Gadertals und setzte sich für die Verkehrserschließung ein. Nachdem er 1930 den ersten Schlittenlift baute und nur vier Jahre später die Skischule eröffnete, wurde Alta Badia bald zu einem attraktiven Skigebiet. Heute gehört es zum bekanntesten und größten Skigebiet der Welt, dem Dolomit Superski.

Doch auch trotz der wirtschaftlichen Entwicklung halten die Ladiner an Ihren Traditionen der Ladinischen Sprache fest und wurden zu guter Letzt von der Autonomen Provinz Bozen als dritte ethnische Gruppe in Südtirol anerkannt.