01_img_1796-pano
altabadia.com empfiehlt

App. Ciasa FornataApp. Ciasa Fornata

"Les Viles", typische Ladinische Bauten in Alta Badia, Südtirol

Die älteste Siedlungsart in Alta Badia ist die „Vila". Man geht davon aus, dass sie anfangs nur von einer Familie bewohnt wurde und sich erst später zu den „Viles" ausgebreitet hat.

Diese Wohnsiedlungen wurden nach speziellen Mustern errichtet. Sie vereinten zwei unterschiedliche Lebensweisen: die gesellschaftsfreundliche und offene Art der Römer mit der geschlossenen und die isolierte Art des bajuwarischen Volkes.

Die „Vila" jeder Familie besteht aus zwei getrennten Gebäuden. Die "Ciasa" (Haus) beherbergt die Wohnung auf der oberen Etage, den Keller, die Speisekammer und die Werkstatt im Erdgeschoss. Daneben liegt die „Majun" mit dem Stall im Erdgeschoss und darüber dem Heuschober mit Balkon. Die beiden Gebäude sind oftmals mit einem Steg verbunden.

Die „Viles" besitzen vor allem soziale Bedeutung und bilden eine solidarische und brüderliche Gemeinschaft. Man nutzt Pfade, Plätze, Brunnen, Tränken sowie Backöfen gemeinsam, teilt sich die Arbeiten und hilft auch beim Bau neuer Gebäude.

In Südtirol ist das Gesetz der geschlossenen Höfe verbreitet, wonach das älteste Sohn den Hof als Ganzes erbt. So wird die Erhaltung der „Viles" gewährleistet.